Trimbach - Vorort mit eigenem Profil
Landläufig ist Trimbach bekannt als Eisenbahnerdorf. Die Nähe zum Bahnhof Olten und zu den Werkstätten haben das Dorf zum bevorzugten Wohnort für Angestellte der SBB gemacht. Doch das ist eine Weile her.
Der Nachkriegsboom hat in Trimbach zu einem enormen Wachstumsschub geführt. Am extremsten war es von 1960 bis 1968. In diesen Jahren hat die Bevölkerung um ganze 33 % zugenommen. Nach 1970 kam diese Entwicklung abrupt zum Stillstand. Doch mit den Folgen hatte die Gemeinde noch eine Weile zu kämpfen. Am Ende dieser stürmischen Entwicklung wurde deutlich, dass Trimbach im Begriffe war, zu einer anonymen „Schlafgemeinde“ zu werden. Man besann sich auf die eigene Identität und legte nun Wert auf Eigenständigkeit. Die Bemühungen auf kulturellem und gesellschaftlichem Gebiet zeigten nach und nach Früchte. Sichtbares Zeichen dieser Anstrengungen ist der grosszügige und gelungene Mühlemattsaal, auf den man heute in Trimbach sehr stolz ist. Tunnelbau, Eisenbahnertradition und starke Wachstumsschübe haben dazu geführt, dass die Trimbacher keine festgefügte Gesellschaft bilden. Als Neuankömmling gehört man in dieser Gemeinde rasch dazu – wenn man dies will. Zahlreiche Bewohner schätzen aber auch, dass nicht jeder jedem „in den Suppentopf schauen kann“. Heute gibt es im Dorf und der nahen Umgebung zwölf Bauernbetriebe. 45 Gewerbetreibende, 6 Industriebetriebe. 70 Dienstleistungsunternehmen und Verkaufsläden sind hier angesiedelt. Internationaler Beliebtheit erfreuen sich nach wie vor als Trimbacher Markenzeichen die Wernli-Biscuits. Die ungefähr 6200 Einwohner zählende Gemeinde verfügt über ein breitgefächertes Wohnraumangebot zu vernünftigen Preisen. Eine besonders bevorzugte Wohnlage bietet der Dürrenberg, wo immer wieder Bauland angeboten wird. Arzt- und Therapiepraxen sowie eine gut funktionierende Spitex sorgen sich um das gesundheitliche Wohlbefinden der Bevölkerung. Das Kantonsspital liegt auf der Grenze zur Stadt Olten. Gut geführte Kindergärten, Primarschule und alle Schultypen der Oberstufe gewährleisten eine solide Schulbildung unserer Jugend. An der stark frequentierten Musikschule erteilen qualifizierte Lehrkräfte Unterricht auf verschiedensten Instrumenten. Über 80 Vereine prägen das kulturelle, gesellschaftliche und sportliche Leben unserer Gemeinde. Attraktiver Wirtschaftsstandort Im Industriegebiet Grossfeld haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Firmen angesiedelt. Weitherum bekannt sind die Namen Reize (Brillenglasschleiferei), Velux (Fensterfabrik), Glas Trösch Trimbach AG, Nussbaum (Metallgiesserei und Armaturenfabrik) und Schibli Möbel. Es besteht aber noch eine grosse Landreserve von voll erschlossenem Industrieland, teils mit Geleise-Anschluss. Landeigentümer sind die Einwohnergemeinde, die SBB und die Swisscom. Grüne Umgebung Können wir auch nicht mit ehrwürdigen historischen Prachtbauten aufwarten, erfreuen wir uns dafür eines prächtigen Naherholungsgebietes. Rund die Hälfte des gesamten Gemeindegebietes besteht aus Wald. Der bekannteste Aussichtspunkt ist wohl die Burgruine Froburg. Die Seniorengruppe des Verschönerungs- und Verkehrsvereins macht es sich seit Jahren zur Pflicht, all die zahlreichen Wanderwege, Rastplätze, Feuerstellen und Ruhebänke zu erstellen, zu erneuern und zu unterhalten. . Auch die Gastronomie kann sich sehen lassen. Nicht weniger als 16 teils renommierte Restaurants und zwei Hotels bieten ein breites Angebot. Verkehrslage, Verkehr Trimbach verfügt über eine günstige Verkehrslage: Nähe Bahnhof Olten, gut ausgebautes regionales Busnetz; Autobahnanschlüsse in Egerkingen, Rothrist, Oftringen und Sissach sind in kürzester Zeit erreichbar. Offen für Fremdes Zu Anfang des letzten Jahrhunderts brachte der Bau des Basistunnels zahlreiche ausländische Arbeiter, hauptsächlich Italiener, nach Trimbach, welche im sogenannten „Tripolis“ (heute Rankwog-Quartier) wohnten. Ein grosser Teil ihrer Nachkommen blieb für immer hier und erwarb das Trimbacher Bürgerrecht. Diese Offenheit zeigt sich auch in den intensiven Kontakten zu unseren Elsässer „Schwestergemeinden“, Triembach-au-Val und Trimbach près Wissembourg. Internationale Bekanntheit unter Motorradfahrern Einen hohen Bekannheitsgrad auch im Ausland geniesst Trimbach wegen der Töfftreffs, wo sich von April bis Oktober jeden Donnerstag Hunderte, manchmal gar Tausende von Töfffans ein Stelldichein geben.
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